Der ePerso kommt ins Rollen - ohne Fingerabdruck
Donnerstag, 24. Juli 2008, von Anja Assion
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Immer wieder die Mär, daß jeder Deutsche einen Perso haben muß - und das in einem juristischen Blog.
In zweifelhaften Fällen hilft ein Blick ins Gesetz - und das sagt ganz klipp und klar, daß NICHT jeder einen Perso braucht:
"dies gilt nicht für Personen, die einen gültigen Paß besitzen und sich durch diesen ausweisen können. "
und im übrigen muß das noch nicht einmal ein deutscher Paß sein - etwa bei Deutschen, die noch eine andere Staatsangehörigkeit haben.
In zweifelhaften Fällen hilft ein Blick ins Gesetz - und das sagt ganz klipp und klar, daß NICHT jeder einen Perso braucht:
"dies gilt nicht für Personen, die einen gültigen Paß besitzen und sich durch diesen ausweisen können. "
und im übrigen muß das noch nicht einmal ein deutscher Paß sein - etwa bei Deutschen, die noch eine andere Staatsangehörigkeit haben.
Das stimmt, da habe ich mich undeutlich ausgedrückt. Man kann sich statt mit einem Personalausweis alternativ mit einem Reisepass ausweisen; aber ausweisen können muss man sich. Allerdings kostet der Reisepass momentan 59 €, der Perso nur 8 €. Allein deswegen ist für die meisten Bürger ein Perso näherliegend und als Ausweisdokument die Regel, der Pass eher die Ausnahme. Und gerade deshalb soll das gängigere Ausweisdokument eben frei von einer Fingerabdruckpflicht sein.
Trotz aller (datenschutzrechtlichen) Bedenken hat die ganze Sache doch einen zweifelsohne guten und vor allem praktischen Effekt: Endlich schrumpft der Personalausweis von seinem unhandlichen ID-2-Format auf das moderne Scheckkartenformat (ID-1)!
Ursprünglich war für mich der Perso eher das Zwangsdokument, diente er doch hauptsächlich der Identifikation. Der RP war da für mich eher das Freiheitsdokument, erlaubte er mir doch eigentlich das Reisen (nein, ich komme nicht aus dem Osten).
Aber das ist eigentlich inzwischen hinfällig - in Europa sowieso und der RP wird auch immer mehr zum Werkzeug ausländischer Staatsführer und inländischer Überwacher.
Da ist das Preisargument vielleicht wirklich ein Gutes.
Aber das ist eigentlich inzwischen hinfällig - in Europa sowieso und der RP wird auch immer mehr zum Werkzeug ausländischer Staatsführer und inländischer Überwacher.
Da ist das Preisargument vielleicht wirklich ein Gutes.


