Google startet Wikipedia-Alternative
Donnerstag, 24. Juli 2008, von Adrian Schneider
Kommentare
Dieser ständige Vergleich von Knol mit der Wikipedia geht völlig an der Realität vorbei und zeugt nur von Ignoranz.
In der Wikipedia gibt es einen Artikel zu einem Thema, divergierende Ansichten und Interessen müssen sich zusammenraufen und daraus entsteht der neutrale Standort (engl: Neutral Point of View - NPOV).
Knol ist nur eine Plattform, auf der jeder seine Sicht zu einem Thema publizieren kann. Es wird dort beliebig viele Artikel zu einem Thema geben, die nicht auf einander reagieren müssen.
In der Wikipedia gibt es einen Artikel zu einem Thema, divergierende Ansichten und Interessen müssen sich zusammenraufen und daraus entsteht der neutrale Standort (engl: Neutral Point of View - NPOV).
Knol ist nur eine Plattform, auf der jeder seine Sicht zu einem Thema publizieren kann. Es wird dort beliebig viele Artikel zu einem Thema geben, die nicht auf einander reagieren müssen.
Also wenn ich den Blogeintrag von Google zu "Knol" anschaue, dann erinnert mich das zwangsläufig an die Idee der Wikipedia:
http://googleblog.blogspot.com/2008/07/knol-is-open-to-everyone.html
Klar, "Knol" ist kein Wikipedia-Klon. Aber gerade beim praktischen Nutzen der beiden Plattformen überschneidet sich der Anwendungsbereich doch zweifellos. Und wundern muss sich Google über den Vergleich auch nicht. Allein das Logo von "Knol" ist doch eindeutig an die Wikipedia "angelehnt" (selbe Schrift, selbe Farbe).
Zitat:
The web contains vast amounts of information, but not everything worth knowing is on the web. An enormous amount of information resides in people's heads: millions of people know useful things and billions more could benefit from that knowledge. Knol will encourage these people to contribute their knowledge online and make it accessible to everyone.
http://googleblog.blogspot.com/2008/07/knol-is-open-to-everyone.html
Klar, "Knol" ist kein Wikipedia-Klon. Aber gerade beim praktischen Nutzen der beiden Plattformen überschneidet sich der Anwendungsbereich doch zweifellos. Und wundern muss sich Google über den Vergleich auch nicht. Allein das Logo von "Knol" ist doch eindeutig an die Wikipedia "angelehnt" (selbe Schrift, selbe Farbe).
Die Überschneidung bestreite ich rundweg. Wikipedia und Knol überschneiden sich nicht mehr als die Wikipedia sich mit dem WWW als ganzem überschenidet. Denn Knol ist nur eine Plattform für Publikationen eines Autors.
Natürlich gestaltet Google den Auftritt so als ob es da einen Zusammenhang geben würde. Sollte das Projekt aber funktionieren und nennenswerte Mengen an Inhalten generieren, wird man sofort sehen, dass die Publikation einzelner Texte durch einzelne Autoren nichts mit dem enzyklopädischen Anspruch der Wikipedia gemein hat.
Natürlich gestaltet Google den Auftritt so als ob es da einen Zusammenhang geben würde. Sollte das Projekt aber funktionieren und nennenswerte Mengen an Inhalten generieren, wird man sofort sehen, dass die Publikation einzelner Texte durch einzelne Autoren nichts mit dem enzyklopädischen Anspruch der Wikipedia gemein hat.
Also beide Projekte verfolgen das Ziel, Wissen zentral an einem Punkt zu sammeln. Wikipedia in Form einer Enzyklopädie, Google in Form von Spezialistenbeiträgen. Das Ziel ist also das gleiche, der Weg ein anderer (wie ich ja auch relativ ausführlich dargestellt habe).
Und auch die Zielgruppe ist doch die gleiche: Nutzer mit Spezialwissen, die bereit sind, sich die Mühe zu machen, dieses Wissen im Internet zu veröffentlichen. Bisher tummeln sich doch genau diese Nutzer bei der Wikipedia (oder anderen Wissensplattformen).
Dafür, dass Google diese Konkurrenzsituation auch sieht, spricht die Idee, die Nutzer an den Werbeeinnahmen partizipieren zu lassen. Google muss nämlich schon einen enormen Anreiz für die Nutzer schaffen, sich in Zukunft bei "Knol" zu engagieren und nicht bei der Konkurrenz. Google verschenkt ja kein Geld aus reiner Nächstenliebe, sondern weil das Unternehmen offenbar die Notwendigkeit dieser Investition sieht.
Und auch die Zielgruppe ist doch die gleiche: Nutzer mit Spezialwissen, die bereit sind, sich die Mühe zu machen, dieses Wissen im Internet zu veröffentlichen. Bisher tummeln sich doch genau diese Nutzer bei der Wikipedia (oder anderen Wissensplattformen).
Dafür, dass Google diese Konkurrenzsituation auch sieht, spricht die Idee, die Nutzer an den Werbeeinnahmen partizipieren zu lassen. Google muss nämlich schon einen enormen Anreiz für die Nutzer schaffen, sich in Zukunft bei "Knol" zu engagieren und nicht bei der Konkurrenz. Google verschenkt ja kein Geld aus reiner Nächstenliebe, sondern weil das Unternehmen offenbar die Notwendigkeit dieser Investition sieht.



Warum hat Google eigentlich keinen Ärger mit den Kartellbehörden? Das Unternehmen hält eine marktbeherrschende Stellung in mehreren Märkten, unter anderem dem Suchmaschinenmarkt. Dieser Markt ist vielen anderen Märkten im E-Commerce vorgelagert und desweg
Aufgenommen: 29.07.2008, 17:05h